Rückschritt in Sachen Fußgängerzone

Gahn Doris 0006 Visite
 
 

Wieder einmal ein Vorstoß in Richtung mehr statt weniger PKW Verkehr in unserer Fußgängerzone! Zwar soll ein Poller am Gropenmarkt installiert werden, um im oberen Bereich der Marktstraße den unberechtigten Verkehr zu unterbinden, gleichzeitig wird durch die Öffnung der Spiegelbrücke und die Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen im unteren Bereich der Verkehr zunehmen. Hierzu meine Pressemitteilung:

 

Entscheidung im Ortsrat bringt keine Verbesserung der Verkehrssituation

Am 07.05.2015 haben alle Fraktionen im Ortsrat Duderstadt, mit Ausnahme der SPD, für eine Teilöffnung der Fußgängerzone votiert. „Freie Fahrt Spiegelbrücke“ heißt der entsprechende Passus im Satzungsentwurf. Damit wird die Spiegelbrücke als Einbahnstraße zur Durchfahrt freigegeben, zusätzlich werden bei der St. Servatius Kirche Kurzzeitparkplätze eingerichtet. Damit steht diese Regelung im krassen Gegensatz zur Bürgerbefragung in 2009. Auch damals stand u.a. die Teilöffnung der Fußgängerzone bei der Spiegelbrücke zur Debatte,  dagegen haben sich 67 % der Befragten ausgesprochen. Einziger Unterschied zur jetzigen Situation ist, dass die nun geplante Öffnung nur vorübergehend, bis zur Fertigstellung der Maßnahme am Stern Parkplatz gelten soll. Ob die Rückführung dieser Regelung dann tatsächlich stattfindet, daran hat die SPD Fraktion auf Grund der Erfahrungen im oberen Bereich der Marktstraße  erhebliche Zweifel. Denn ein Zusammenhang Spiegelbrücke und Stern Parkplatz besteht nicht wirklich sondern ist reichlich konstruiert.

Diese Entscheidung entgegen der bisherigen Befragungen ist völlig unverständlich und bringt uns um Jahre zurück. Nicht ein positiver Impuls geht von dieser Teilöffnung der Fußgängerzone aus.

Ein Poller am Gropenmarkt soll den unberechtigten KFZ Verkehr im oberen Bereich der Marktstraße verhindern; ob dieser ausreicht wird sich im Betrieb erst erweisen. Da der Poller bereits seit Jahren gefordert und im Rat beschlossen wurde und bis heute nichts passiert ist, bleibt zu hoffen, dass nicht wieder Jahre ins Land gehen bis tatsächlich eine Umsetzung erfolgt. Dafür wird der Verkehrsfluss im Bereich Spiegelbrücke deutlich zunehmen. Und das in einem Bereich, der mit dem Westerturmensemble touristisch von großer Bedeutung ist und durch den beliebten Wochenmarkt von vielen Fußgängern gern genutzt wird.  Dazu kommt der Parksuchverkehr um die neugeschaffenen Kurzzeitparkplätze. Wir befürchten, dass der unberechtigte Verkehr weiterhin nicht kontrollierbar ist und die jetzt zu beobachtenden nicht zu tolerierenden Zustände bleiben.

Wir hoffen, dass die Fraktionen der WDB, CDU und Bündnis 90/Grüne  im Bauausschuss und im Rat der Stadt ihre Entscheidung  überdenken, damit wir  gemeinsam zu einer Lösung zu kommen, von der Duderstadt profitiert. Die Entscheidung des Ortsrates ist dafür keine Lösung.

 

 


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